Fachschule für Sozialpädagogik

IN IHRER NÄHE

DIE SCHULEN

WICHTIGSTE VORTEILE

die Handlungskompetenz vermittelt.


BERUFSPROFIL

ErzieherIn - ein Beruf, der Freude macht. Erzieher und Erzieherinnen arbeiten mit Menschen. Sie helfen und begleiten, fördern und motivieren, dabei tollen sie auch herum und machen Spaß. Bisher waren die meisten ErzieherInnen in Krippen, Kindertagsstätten oder Heimen beschäftigt. Zunehmend eröffnen sich ihnen auch andere Arbeitsfelder in etwa in Jugendzentren, Schulen oder heilpädagogischen Einrichtungen. Dort sind sie z.B. für die Gestaltung von Freizeitangeboten für die Kinder und Jugendlichen verantwortlich.


Über gezielte Angebote und Projekte sind sie aber auch an der Förderung der Kinder und Jugendlichen beteiligt. Oft werden solche Aktivitäten zusammen mit den jungen Menschen entwickelt und durchgeführt.


ErzieherInnen übernehmen ganz normale und alltägliche Erziehungsaufgaben.

Sie begrüßen und verabschieden, sie begleiten Freundschaften, schlichten Streit oder zeigen, wie man konstruktiv mit Streit umgehen kann. Sie versorgen größere und kleinere Blessuren und spenden Trost, hören zu, ermahnen mitunter auch, organisieren und feiern gemeinsam mit den Kindern Feste bei allen möglichen Gelegenheiten. Erzieherinnen spielen, kennen iele Spiele, bringen ins Spiel und erfinden Spiele. Sie erarbeiten mit den Kindern die ganzen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie später brauchen werden, oder legen zumindest die Grundlagen dafür.


Der Kindergarten hat so auch einen Bildungsauftrag. Dabei geht es nicht um ein Curriculum wie in der Schule sondern um eine ganzheitliche Bildung der Persönlichkeit. Die Kinder sollen möglichst viel Neues kennen lernen und Interessen entwickeln, Neues ausprobieren und Erworbenes festigen.


Den "alten Bastelkindergarten" gibt es in der Regel nicht mehr. An seine Stelle sind eine Vielzahl neuer Konzepte und Methoden getreten die in unterschiedlichen Ausprägungen umgesetzt werden. Oft werden eigene Konzepte im Team entwickelt oder an die gegebenen Bedingungen angepasst.


Erzieherin - ein Beruf mit Verantwortung

Der Beruf der Erzieherin und des Erziehers ist ein Ausbildungsberuf, der eine staatliche Anerkennung braucht, bevor er ausgeübt werden darf.

Das hat seinen guten Grund: Die Erziehung der Kinder ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit, und wenn Eltern ihre Kinder in entsprechende Einrichtungen geben, müssen sie sicher sein können, dass die ErzieherInnen auch "gute" Erziehungsarbeit leisten können. Das bedeutet, dass ErzieherInnen über spezifisches Fachwissen verfügen müssen. Sie brauchen Kenntnisse in der Entwicklungspsychologie und in der Sozialpädagogik ebenso wie in Rechtsfragen. In ihrer Ausbildung werden ErzieherInnen gezielt auf die Aufgaben

vorbereitet, die sie in ihrem Berufsalltag professionell bewältigen müssen..

VORBILDUNG


Mit Beginn des Schuljahres 2003/04 wurde die Ausbildung von Erzieher/innen in Baden-Württemberg reformiert und durch ein einjähriges "Berufskolleg für Praktikant/innen" (1BKPR) erweitert. Das so genannte "Vorpraktikum" wurde durch diese Neuregelung ersetzt.

Interessierte Bewerber/innen mit einem mittleren Bildungsabschluss beginnen die Ausbildung im "Berufskolleg für Praktikant/innen"; in einigen Fällen können Bewerber/innen direkt in die Fachschule einsteigen und das erste Ausbildungsjahr überspringen.


Hierfür gelten folgende Voraussetzungen:


  • abgeschlossene Ausbildung als Kinderpfleger/in
  • Fachhochschulreife + einjährige geeignete praktische Vorerfahrung (z.B. FSJ) -diese Regelung ist angekündigt und soll in Kürze als Verordnung veröffentlicht werden
  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) + sechswöchige geeignete praktische Vorerfahrungen.


Das "Berufskolleg für Praktikant/innen" ist durch einen hohen Praxisanteil gekennzeichnet. In den meisten Fällen wird diese Praxiszeit auf zwei Wegen organisiert:


  • entweder als Tagespraktikum (zwei regelmäßige Praxistage/Woche + 3 Schultage)
  • oder als Blockpraktikum mit insgesamt 14 Wochen Dauer (+ etwa 25 Unterrichtswochen).

AUSBILDUNGSVERLAUF


Die Ausbildung an der Fachschule umfasst eine zweijährige schulische Ausbildung und anschließend ein einjähriges Berufspraktikum. Sie ist in Handlungs- und Lernfeldern strukturiert, die die Aufgabenbereiche einer Erzieherin abbilden. An Hand von "Lernsituationen" werden die Lebenssituationen oder Bildungsthemen von Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Perspektiven handlungsorientiert bearbeitet.


Im Rahmen des Curriculums und Profils von jeder Schule erfolgt die Umsetzung dieses Konzeptes zudem in fächerübergreifendem und projektbezogenem Unterricht. Die Erarbeitung von Grundlagenwissen orientiert sich an der Systematik wissenschaftsorientierter Fächer.


Unterrichtet werden die Fächer:


  • Religionslehre/Religionspädagogik
  • Deutsch
  • Englisch
  • Mathematik (nur als Wahlfach für den Erwerb der Fachhochschulreife)


und die Handlungsfelder:


  • Berufliches Handeln fundieren
  • Erziehung und Betreuung gestalten
  • Bildung und Entwicklung fördern I und II
  • Unterschiedlichkeit und Vielfalt leben
  • Zusammenarbeit gestalten und Qualität entwickeln
  • Sozialpädagogisches Handeln


FÖRDERUNG


Je nach individuellen Voraussetzungen stehen für die Finanzierung des Lebensunterhalts während der Ausbildung und der Ausbildungskosten unterschiedliche Förderungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bitte informieren Sie sich bei den zugeordneten Quellen über die Details.


Die Ausbildung an unseren Schulen berechtigt dem Grunde nach zum Bezug von Ausbildungsförderung für eine Erstausbildung bzw. eine weitere Ausbildung nach dem BAföG. Nach Vollendung des 30. Lebensjahres kommt unter Umständen ein Zuschuss nach dem Aufstiegsfortbildungsgesetz ( AFBG, sog. „Meister-BAföG) in Betracht.


  • www.meister-bafoeg.info
  • Nach dem Sozialgesetzbuch III kann die Bundesagentur für Arbeit zur

    Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt einen Bildungsgutschein gewähren. Voraussetzung ist die erschwerte Vermittelbarkeit im zuvor erlernten bzw. ausgeübten Beruf. Aus vorwiegend gesundheitlichen Gründen kommt eine Förderung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation nach dem Sozialgesetzbuch IX in Betracht. Kostenträger können Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft oder Bundesagentur für Arbeit sein.


    PERSPEKTIVEN


    Erzieher/innen sind pädagogische Fachkräfte, sie arbeiten mit Kindern

    und Jugendlichen aller Altersstufen. Die Anforderungen des Berufsfeldes weiten sich zunehmend aus; insbesondere der steigende Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren wird die Perspektiven der Fachschulen in den kommenden Jahren bestimmen. Aber auch die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in den Schulen verändert das Anforderungsprofil in vielfältiger Art und Weise, beispielsweise durch die Einrichtung von altersgemischten Schulklassen und Lerngruppen, Nachmittagsgestaltung usw.


    In der Folge stellt sich zum einen die Frage nach den Ansprüchen und Möglichkeiten einer Erzieherausbildung als so genannter übergreifender "Breitbandausbildung": Inwiefern wird sie den verschiedenen Anforderungen in den vielen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern noch gerecht? An vielen Standorten richten die Fachschulen deshalb z. B. berufliche Fachschulen für eine Zusatzqualifikation (BFQ) ein. Durch diese und andere Angebote werden Erzieher/innen

    intensiv fort- und weitergebildet.

    Die Praktikumseinrichtungen des 1BKPR decken vor allem den Kindertagesstätten-Bereich ab; weitere besondere Praxiserfahrungen ergeben sich im Laufe der nachfolgenden Ausbildungsabschnitte.


    Im Verlauf des ersten Ausbildungsjahres findet eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Lernorten Schule und Praxisstelle statt. Während der Unterrichtswochen an der Schule werden beispielweise spezielle "Praxisaufgaben" (Beobachtungen, Anleitungen o.ä.) vorbereitet. Die gemachten Erfahrungen werden im Unterricht reflektiert und bilden eine Grundlage für die weitere Ausbildung. Denn das "Berufskolleg für Praktikant/innen" dient der ersten Orientierung im Beruf und gilt größtenteils als Grundvoraussetzung für die Fortsetzung der Ausbildung in der Fachschule für Sozialpädagogik.

    Mit Beginn des Schuljahres 2009/10 wurde die Ausbildung von Erzieher/innen in Baden-Württemberg erneut überarbeitet. Die eben genannten Handlungsfelder gelten hinsichtlich der Ausbildung in der zweijährigen Fachschule für Sozialpädagogik erst ab 2010/11. Dem Ausbildungsprofil der Fachschulen für Sozialpädagogik liegt eine starke Vernetzung von Theorie und Praxis zu Grunde. Die praktische Ausbildung erfolgt oft in Einrichtungen, die regelmäßig und eng mit der jeweiligen Schule zusammenarbeiten. Wie im "Berufskolleg für

    Praktikant/innen" werden die Praktikumsphasen (Handlungsfeld "Sozialpädagogisches Handeln") entweder blockweise oder als Tagespraxis absolviert.


    Abschlussprüfung:

    Die Prüfung besteht aus der schriftlichen und der mündlichen Prüfung. Zudem ist eine Facharbeit zu erstellen, die als Teil der schriftlichen Prüfung gewertet wird. Die Präsentation dieser Facharbeit und das anschließende Fachgespräch sind Teil der mündlichen Prüfung.


    Berufspraktikum:

    Im dritten und letzten Ausbildungsjahr absolvieren die Schüler/innen ein Berufspraktikum (Anerkennungsjahr). Die Einstellung erfolgt durch den Träger der jeweiligen Einrichtung und gemäß dem Fachkräftegesetz als Zweitkraft, nachdem die Schule diese Einrichtung als Ausbildungsstätte genehmigt hat. Die Vergütung richtet sich nach § 2 des Änderungstarifvertrages vom 30.06.2000.


    Ziel des Berufspraktikums ist die sach- und fachgerechte Einarbeitung in die selbständige Tätigkeit als Erzieherin mit der Befähigung zur Gruppenleitung. Das Berufspraktikum endet mit einem Kolloquium; nach dem erfolgreichen Abschluss wird die staatliche Anerkennung als Erzieher/in ausgesprochen.



    Auf der anderen Seite trägt die Ausbildung von Erzieher/innen den umfangreichen Ansprüchen des Berufsfeldes dahingehend Rechnung, dass im Rahmen einer Zusatzprüfung auch die Fachhochschulreife erworben werden kann.


    Hierdurch eröffnet sich die Möglichkeit, dass Absolvent/innen der Fachschulen sich anschließend weiter qualifizieren, indem sie ein Studium der Sozialen Arbeit oder der Frühkindlichen Pädagogik aufnehmen. In diesem Zusammenhang gibt es bereits erste Studiengänge an den Hochschulen, die sich nach erfolgreichem Abschluss der Erzieherausbildung verkürzen lassen.



    Sofern die Ausbildungsförderung nach dem BAföG an der Einkommens-

    oder Altersgrenze scheitert, kann geprüft werden, ob das Bildungskredit-

    programm der Bundesregierung greift. Der Antrag wird über das

    Bundesverwaltungsamt in Köln gestellt. Auch Banken bieten Bildungs- oder Studienkredite an, deren Konditionen oft günstiger sind, als bei Konsumentenkrediten. Bitte recherchieren Sie hierzu mit den entsprechenden Stichworten, da wir nicht auf einzelne Institute

    hinweisen möchten.


  • www.bildungskredit.de
  • Soweit Eltern die Ausbildung finanzieren, können sie neben dem

    Kinderfreibetrag und dem Ausbildungsfreibetrag eventuelle Schulgeldzahlungen als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Auch dies hilft bei der Refinanzierung der Ausbildung.



    Einzelne Anstellungsträger / Einrichtungen vergüten Ihre Mitarbeit im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung. Prüfen Sie daher bitte auch, ob Sie im Einzelfall während der Ausbildung eine Ausbildungsvergütung erhalten können.


    DOZENTINNEN/DOZENTEN


    Im Allgemeinen sind in den freien und privaten Fachschulen für Sozialpädagogik Dozent/innen tätig, die eine fachliche und pädagogische Ausbildung nachgewiesen haben, die der Ausbildung von Lehrkräften an öffentlichen Schulen gleichwertig ist.


    Dies bedeutet zumeist, dass in den Fachschulen in der Regel Lehrkräfte mit einer Qualifikation für die Sekundarstufe II ihre Tätigkeit ausüben.


    Auf diesen Nachweis kann jedoch verzichtet werden, wenn die wissenschaftliche, künstlerische oder technische Ausbildung und die pädagogische Eignung des Lehrers anderweitig nachgewiesen wird (vgl. Privatschul-Gesetz Baden-Württemberg § 5). Die Fachschulen achten darauf, dass diese Kriterien bei der Neuanstellung von pädagogischen Mitarbeiter/innen beachtet werden, und legen die entsprechenden Nachweise dem jeweils zuständigen Regierungspräsidium vor.

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    KONTAKT


    Robert Henn

    Email: r.henn@fsp-gengenbach.de

    HINWEISE


    Der LAG-Vorstand steht für die Diskussion bildungspolitischer Fragen zur Verfü-gung.Fragen zu den Ausbildungsgängen richten Sie bitte an die einzelnen Mitgliedsschulen.